Lars Döring

Lars_Doering Schach_alternativ

Jetzt bestellen

Egal, ob Sie Ihre Spielstärke im klassischen Schach verbessern wollen oder einfach Lust auf Abwechslung und neue Ideen haben: »Schach alternativ« zeigt viele überraschende Möglichkeiten der 32 Figuren auf 64 Feldern.

Preis 9.90 Euro. Demnächst auch als E-Book erhältlich.

Versandkostenfrei bestellen.

Lars Döring ist Autor des Ratgebers »Schach alternativ«, der elf wohlklingende Schachvarianten wie Atomschach, Tandemschach, Räuberschach und Zombieschach vorstellt. Döring war lange Vorsitzender des Schachvereins Würselen, in dem alternatives Schach intensiv gepflegt wird. Im Sommer 2014 errang er die Weltmeisterschaft im Türkischschach, 2015 wurde er Vizeweltmeister. Seiner Spezialdisziplin hat er in seinem Buch natürlich auch ein umfangreiches Kapitel gewidmet. Der Autor ist Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler, lebt in Berlin und arbeitet im Deutschen Bundestag.

Verfasst hat er eine kurzweilige Übersicht über die zahllosen Möglichkeiten, Schach mal anders zu spielen. In der Schachliteratur werden sie bislang kaum reflektiert und beschrieben. Dabei erfreut sich alternatives Schach großer Beliebtheit – zur Entspannung vom klassischen Spiel, aber auch, um den Horizont zu erweitern für die vielen Möglichkeiten der 32 Figuren auf ihren 64 Feldern. Anfänger und Profis können dabei eine Menge lernen.

Leseprobe | Aus der Einleitung

Auch Meister spielten alternativ

Schach ist das anspruchsvollste Spiel, welches der Mensch je erfunden hat. Allenfalls Go kommt dem nahe. Warum sollte man ein Spiel überhaupt verändern, das noch lange nicht ausgereizt ist und trotz Computerhilfe vielleicht auch niemals abschließend analysiert sein wird? Neben dem hohen Unterhaltungswert von alternativem Schach ist ihm auch ein schachpädagogischer Wert abzugewinnen.

Im klassischen Schach fahren sich Abspiele und Stellungen ein. Immer wieder kommt die gleiche Eröffnung aufs Brett, die Variationsbreite gerade konservativer erfolgreicher Spieler ist gering. Alternatives Schach bricht dies auf.

Wird das Schachspiel mit geänderten Regeln begonnen, messen sich nicht länger Schachgedächtnis und Eröffnungsdatenbank. Nun treten Stellungsgefühl und schachliches Talent beider Spieler gegeneinander an. Natürlich hat auch in einer Partie Räuberschach der Großmeister gegenüber dem Hobbyspieler Vorteile, im Vergleich zum klassischen Schach sind diese aber geringer. Schachschulen, gerade für jüngere Schachspieler, benutzen gerne Sonder- und Spezialregeln, um bei den Jungtalenten das Gefühl für Stellungen und strategische Konzepte zu schulen.

Weltmeister erfanden neue Figuren wie den Janus und den Kanzler

Meister, ja sogar Weltmeister spielten gern »alternativ« und entwickelten selbst alternative Regelsysteme. So schuf José Raúl Capablanca (Weltmeister 1921-1927) ein Spielsystem für ein Brett mit 80 Feldern, acht Reihen von 1-8, zehn Linien von A-J, und erfand zwei neue Figuren, den Janus und den Kanzler. Oder schon mal was von Chess960 gehört? Bobby Fischer hat es erfunden Bobby Fischer (Weltmeister 1972- 1975) entwickelte ein Spielsystem auf dem üblichen 64-Felder-Brett, bei dem die Grundaufstellung der Figuren ausgelost wird. Damit wollte er eingefahrene Eröffnungen überwinden und frisches und überraschendes Schach stärken. Es sind 960 Ausgangsstellungen möglich, daher wird es auch Chess960 genannt.

Kern dieser von den Altmeistern erdachten und konstruierten Varianten ist und bleibt jedoch das klassische Schach. Alle alternativen Spielsysteme verlangen zum erfolgreichen Spiel allesamt die typischen schachlichen Eigenschaften, nämlich das Gespür für Strategie und Taktik. Der Faktor Glück bleibt bei allen Varianten, wie im klassischen Spiel auch, ausgeschlossen. Am Ende wird stets der klügere Kopf siegen.

Dass sich auch und gerade Weltmeister immer wieder mit kuriosen Alternativen zum konservativen Spiel in Szene setzen, hängt weniger damit zusammen, dass in unserer immer stärker nach Neuigkeiten und Sensationen suchenden Medienwelt auch Schachspieler diesem Druck ausgesetzt sind. Schachspieler wollen eher, und hier sei das Vorurteil bestätigt, eine spannende Partie spielen – und dabei in Ruhe gelassen werden. Warum also dann?

Beschreiben könnte man dieses Phänomen des Verlassens altvertrauter Pfade des klassischen Spiels mit der Erfahrung, dass man erst beginnt, die Heimat zu schätzen, wenn man die Ferne gesehen hat. Die Erfahrungen in der Ferne helfen im Alltag, so wie die Sicherheit des Alltags die Reise in die Ferne erleichtert.

Spieler wie Capablanca, Fischer, Aljechin und Réti, allesamt Genies im Schachsport, haben alternative Schachregeln erfunden und entwickelt. Die Behauptung, dass sie nur auf diese Weise zu weltmeisterlicher Klasse im Schach avancierten, wäre sicherlich zu gewagt. Dass sie alle aber von den Experimenten und Erfahrungen anderer Schachsysteme profitierten, gilt als sicher. Insofern kann nur jedem Schachspieler, vom Hobbyspieler bis zum erfahrenen Ligaspieler, die Beschäftigung mit alternativem Schach und damit die Erweiterung des schachlichen Horizonts ans Herz gelegt werden.

Für die 36. Auflage im Jahr 2079 ist übrigens geplant, die Regeln des 3D-Schachs (Star Trek-Schach) aufzubereiten und Überlegungen zu Strategie und Taktik anzustellen.

Schach_alternativ_Doering_Cover
72  Seiten, 9.90 Euro, im Inland versandkostenfrei in unserem Online-Shop
In diesem Buch werden die populärsten alternativen Spielvarianten verständlich und unterhaltsam vorgestellt. Mit Regelkunde und Übungspartien, Strategie und Taktik, Tipps und Tricks:
• Räuberschach
• Doppelzugschach
• Tandemschach
• Doppelzweier
• Atomschach
• Türkischschach
• Umwandlungsschach
• Tonnen- / Zylinderschach
• Mehrbrettschach
• Verbotsschach
• Zombieschach
»Schach alternativ« ist die erweiterte und überarbeitete Neuauflage des Erfolgsbuchs »Alternatives Schach« von Lars Döring.
 

Kommentieren

neun − acht =

Show Buttons
Teilen auf Facebook
Teilen auf Twitter
Teilen auf Google+
Teilen auf Pinterest
Contact us
Hide Buttons